Jeanne de Salzmann studierte Klavier, Komposition und Orchesterleitung am Konservatorium in Genf. 1919 wurde sie durch den Komponisten Thomas de Hartmann mit G.I. Gurdjieff bekannt.
In den folgenden Jahren wurde sie eine enge und treue Schülerin Gurdjieffs und blieb bis zu seinem Tod 1949 an seiner Seite.
In den frühen 1950er-Jahren rief sie gemeinsam mit anderen direkten Schülern die Gurdjieff Foundation ins Leben, die heute als größte Organisation gilt, die in direkter Linie auf Gurdjieff zurückgeht. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1990 widmete sie sich über vier Jahrzehnte der Weitergabe seiner Lehre und der Bewahrung ihres inneren Gehalts.
Mme de Salzmann über die Gurdjieff Arbeit:
„…Die Ideen sind eine Aufforderung, eine Aufforderung hin zu einer anderen Welt, ein Ruf von einem, der weiß und die Fähigkeit hat, uns den Weg zu zeigen. Doch die Umwandlung des menschlichen Seins erfordert etwas mehr. Sie kann sich nur vollziehen, wenn eine wirkliche Begegnung stattfindet zwischen den bewussten Kräften, die auf uns herabkommen, und einer völligen entsprechenden Hingabe. Dies ergibt eine Verschmelzung. Ein neues Leben kann dann auftauchen, in einer neuen Zusammensetzung von Bedingungen, das nur jemand mit einem objektiven Bewusstsein erschaffen und entwickeln kann.
Aber um das zu verstehen, muss man alle Stufen dieser Entwicklung gegangen sein.
Ohne eine solche Erfahrung und das entsprechende Verständnis wird die Arbeit ihre Wirksamkeit verlieren und die Gegebenheiten werden falsch interpretiert. Sie werden im entsprechenden Moment nicht dargebracht und man wird erleben, dass Ereignisse und Anstrengungen auf dem üblichen Niveau des Lebens stecken bleiben und sich sinnlos wiederholen…“
aus: Views from the Real World. Early talks of G. I. Gurdjieffs